Erfahrungen
Betroffene berichten
Bei mir begann es vor über 20 Jahren als ich aufgrund von Herzproblemen entsprechend Gewicht reduzieren musste. Ich wog damals ca 125 kg. An einem Weihnachten in der Kirche bekam ich Herzprobleme und bin dann anschließend in die Notaufnahme des örtlichen Krankenhaus’ gegangen. Dort gab mir der behandelnde Arzt den dringenden Rat massiv an Gewicht zu reduzieren. Daraufhin stellte ich meine Ernährung komplett um: fleischlos, wenig Salz und absolut kein Alkohol (was ich bis heute beibehalten habe). Meine Speisen habe ich dann nur noch gedünstet und überwiegend nur Reis gegessen. Das zahlte sich entsprechend aus und ich verlor innerhalb 6 Monate über 50 kg, auf dann ca. 73 kg. Ich habe mich dann sehr wohl gefühlt. Doch ziemlich gleich begann es vor allem in der Nacht in den Füssen und Beinen zu kribbeln. Anfangs nahm ich das nicht sehr ernst und schob es auf die Ernährungsumstellung. Doch dieses “Kribbeln” wurde immer stärker und meine Frau schickte mich nach Internetrecherche zu einem Neurologen, da sie meinte dieses Kribbeln könnte evtl. RLS sein. Also wurde dann ein Termin beim Neurologen gemacht. Der Neurologe meinte dann, dies könnte man sehr einfach testen. Er verschrieb mir ein RLS-Medikament mit Handelsnamen “Restex”. Da sollte ich dann 1 Tablette abends vor dem Schlafen gehen nehmen. Ginge das Kribbeln daraufhin weg bzw würde man es nicht mehr spüren, ist es das Restles Legs Syndrom (RLS). Dies war dann auch nach ca 1 Woche so, das Kribbeln war weg. So hat es ganz klein angefangen. Über die Jahre wurde aus dem leichten Kribbeln massive Nervenschmerzen. Mein damaliger Hausarzt hat mich dann in die Pfalzklinik Klingenmünster überwiesen Abteilung Neurologie. Dort sollte man mich mal diesbezüglich komplett untersuchen und auf den Kopf stellen. Ich war damals nun ca 10 Tage in der Klinik und wurde sehr ausführlich untersucht inkl. Rückenmarkspunktion. Das Ergebnis war eindeutig: Polyneuropathie. Auch wurde damals schon angekündigt dass ich wohl später aufgrund dieser Krankheit in einem Rollstuhl landen würde. Auch wurden Opiate als Medikament gegen die Schmerzen empfohlen. Mein damaliger Neurologe hat mir dann auch gleich Oxycodon verschrieben, das ich bis heute noch nehme. Über die Jahre wurden die Schmerzen stärker und zogen sich über den ganzen Körper. Klinikaufenthalte in der Pfalzklinik und in Ludwigshafen folgten. Irgendwann ging dann meine damalige langjährige Neurologin in den Ruhestand, hatte mir aber vorher noch den Rat gegeben mir einen Schmerztherapeuten zu suchen, da bei Neurologen die Mediktion ausgereizt wäre. Das habe ich über einige Jahre versucht, bis ich letztlich über meine Krankenkasse einen Termin in einem Schmerzzentrum bekommen habe. Dort bin ich seit April 2025. Dieses Schmerzzentrum hat mich dann auch in die Schmerztagesklinik für 3 Wochen eingewiesen. Dort kam dann zum ersten Mal die Sprache auf Neurostimulator bzw Schmerzpumpe. Mittlerweile habe ich in der Uniklinik Heidelberg einen Termin für eine Schmerzpumpe. Auf die setze ich nun meine Hoffnung um speziell das Oxycodon und das Pregabalin absetzen zu können.
Werner F. aus E., Januar 2026
